



Gestern war es soweit: Mein Papa und ich haben unsere Tickets eingelöst und sind zum ersten Mal in unserem Leben Ballon gefahren! Was soll ich sagen? Es war ein unvergessliches und wunderschönes Erlebnis und kann ich wirklich nur jedem empfehlen.
Schon 6 Uhr morgens trafen wir uns in der Nähe von Truchtlaching auf einem Parkplatz mit dem Piloten sowie den restlichen 6 Teilnehmern. Kurze Zeit später ging's dann auch schon los und zwar zum nicht weit entfernt liegenden Startplatz.
Dort wurden wir erst einmal in die Kunst des Ballon fahrens eingewiesen, was uns heute alles erwarten würde und wer was zu tun hätte. Denn Ballon fahren ist ein sog. Team-Sport und somit soll auch jeder mit anpacken. Wir hatten nichts dagegen. Denn nur so kann man sich das alles gleich viel besser vorstellen.
Ich habe nicht auf die Uhr geguckt, aber ich denke, dass wir eine gute halbe Stunde für den Aufbau benötigen. Es war schon faszinierend, den Ballon immer größer und größer werden zu sehen. Als wir fertig waren, durften wir alle in den Korb springen und nach einem kleinen Erinnerungsfoto ging's dann auch schon in die Lüfte.
Die ersten paar Meter waren schon etwas eigenartig. Der Ballon stieg ziemlich schnell hoch, alles wurde kleiner ... aber ich fühlte mich nicht unsicher oder so. Es war eben nur ein anderes Gefühl. So nach und nach stiegen wir immer höher, der Pilot hatte regen Kontakt zu seinem Kollegen, der ein paar Orte weiter aufstieg und er musste sich auch im Luftraum anmelden. Letzten Endes stiegen wir in 2.700 m Höhe. Irre! Und sahen auch immer wieder andere Ballone im Umfeld.
Wir hatten wunderschöne Ausblicke über den Chiemsee, den Seeoner See, die Eggstätter Seenplatte, den Waginger und Tachinger See, fuhren sogar über meinen Heimatort Trostberg und konnten tatsächlich auch mein Elternhaus erkennen! Toll. Genau das wollten wir - hätten aber nie dran geglaubt, dass wir auch wirklich in die Richtung kommen. Wir überfuhren auch Traunreut, St. Georgen, Palling und viele weitere Orte. Konnten unten teilweise Rehe und Hasen in den Wiesen und Feldern hüpfen sehen.
Etwa 1 1/2 Stunden später suchten wir uns schon wieder einen Landeplatz. Die Zeit verging wie im Fluge. Als wir fündig wurden, ging der Pilot immer weiter nach unten, wir streiften ganz leicht ein Maisfeld und hoppelten ein wenig über die Wiese, bis wir zum Stehen kamen. Das war's - unsere Ballonfahrt war leider schon zuende.
Doch das Ereignis an sich noch nicht. Denn nun musste wieder zusammengepackt werden und das war um einiges schwieriger als das Auspacken. Aber es machte Spaß und etwa eine halbe Stunde später ging's wieder zum Ausgangspunkt zurück, wo wir über unsere erste Ballonfahrt anstießen und anschließend auch noch getauft wurden. ;-) Mein offizieller Ballon-Fahrt-Name lautet nun: Baroness Manuela, Luftfee zum Start von Steinrab und gefahren im schönen Chiemgau bei Altenmarkt. :-)
Nach einem kleinen Weißwurstfrühstück und nach netten Gesprächen mit dem Piloten und den Mitfahrern fuhren wir gegen Mittag wieder nach Hause und ließen den Tag mit einer Grillfeier ausklingen.